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CONSILIUM CONFERENTIARUM EPISCOPORUM EUROPAE CCEE
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In Christus verwurzelt. Fest im Glauben. Die Jugendpastoral in Südosteuropa.   

11. Treffen der Vorsitzenden der Bischofskonferenzen Südosteuropas (Nikosia, Zypern, 3.-6. März 2011).

Auf Einladung S.E. Mgr. Youssef Soueif, Erzbischof der Maroniten auf Zypern, fand vom 3. bis zum 6. März 2011 in Nikosia auf Zypern das 11. Treffen der Vorsitzenden der Bischofskonferenzen Südosteuropas statt. Folgende sieben Bischofskonferenzen haben am Treffen teilgenommen: Albanien, Bosnien Herzegowina, Bulgarien, Zypern, Griechenland, Rumänien und die internationale Bischofskonferenz der Heiligen Kyrill und Method gemeinsam mit der Diözese von Chișinău (Moldawien). Ebenfalls haben der Apostolische Nuntius auf Zypern, der ständige Beobachter des Heiligen Stuhls beim Europarat und weitere Fachexperten dem Treffen beigewohnt.
In Vorbereitung auf den bevorstehenden 26. Jugendwelttag (Madrid, 16.-21. August 2011) wurde folgendes Schwerpunktthema für das Treffen gewählt: «In Christus verwurzelt. Fest im Glauben. Die Jugendpastoral in Südosteuropa».
Das Treffen begann am vergangenen 3. März mit den Grussworten der Vertreter der unterschiedlichen christlichen Kirchen auf Zypern, darunter auch Seine Seligkeit der lateinische Patriarch von Jerusalem Fouad Twal und der Vertreter Seiner Seligkeit Chrysostomos II, Erzbischof von Nea Justiniana und ganz Zypern sowie des maronitischen Patriarchats.
Das Treffen wurde durch mehrere Momente des Gebets und durch zahlreiche Begegnungen mit den lokalen katholischen Gemeinden, mit den gottgeweihten Menschen und den Jugendlichen auf Zypern bereichert. Der Besuch beim orthodoxen Metropoliten Georgios von Paphos und der Vortrag des Metropolits Isaias von Tamassos über die Situation junger Orthodoxen auf Zypern haben dem Treffen eine ökumenische Dimension verliehen. Die teilnehmenden Bischöfe haben auch einige maronitische Dörfer im nördlichen Teil der Insel besucht, um der lokalen Gemeinde, die aufgrund der Teilung der Insel getrennt ist, ihre Solidarität zu bezeugen. Analog zu vielen anderen christlichen Gemeinden ist auch in diesem Falle die Rückkehr der Flüchtlinge in die eigenen Dörfer eine Grundvoraussetzung für den Fortbestand und die Zukunft der Gemeinde.
Im Rahmen des Treffens sind die Teilnehmer von Seiner Exzellenz Dimitris Christofias, Präsidenten der Republik Zypern, empfangen worden und haben ihm ihre guten Wünsche übermittelt, vor allem für eine baldige und friedliche Lösung der politischen Probleme auf Zypern, damit sich die Bevölkerung wieder in einer vereinten Heimat versammeln kann, damit die Flüchtlinge wieder heimkehren und die Kultstätte ihre ursprüngliche Funktion wieder aufnehmen können.
Das Treffen war auch ein Anlass, um die Seele des verstorbenen Bischofs Luigi Padovese, ehemaliger Vorsitzender der türkischen Bischofskonferenz, der sich gewöhnlich an diesen Treffen beteiligte und im Juni vergangenen Jahres brutal ermordet wurde, der Barmherzigkeit des Herren zu empfehlen. Die Teilnehmer haben der Kirche in der Türkei und allen leidenden Kirchen weltweit ihre Solidarität und Teilhabe bezeugt.

Das Treffen endete am Sonntag, den 6. März mit der Feier der heiligen Messe in der maronitischen Kathedrale Unserer Lieben Frau von den Gnaden in Nikosia.

Das Schwerpunktthema wurde zunächst durch Rev. Eric Jacquinet, Leiter des Bereiches „Jugend“ des Päpstlichen Rates für die Laien und durch Don Francesco Pierpaoli, Direktor des Zentrums Johannes Paul II in Loreto, eingeleitet. Im Anschluss berichteten die einzelnen Bischofskonferenzen über die Situation im eigenen Land.

Am Ende des Treffens und im Lichte der zahlreichen Vorträge haben die Teilnehmer folgenden dringenden Appell an die Jugend Südosteuropas gerichtet:

Wir möchten Euch Mut machen.
Liebe junge Katholiken, auch wenn ihr in eurem Lande in der Minderheit seid, lasst euch nicht entmutigen! Ihr gehört einer Gemeinde an Millionen junger Katholiken in aller Welt an. Der bevorstehende Jugendwelttag in Madrid, an dem einige unter euch teilnehmen werden, wird eine kräftige Ermutigung für euch alle sein. Ihr seid nicht die Einzigen, die auf Christus blicken und an ihn glauben. Eine ungeheuere Menge an Jugendlichen setzt ihre Hoffnungen auf Christus, liebt Christus und vertraut auf Christus.

Wir kennen eure Schwierigkeiten.
Es sind die Schwierigkeiten auseinandergegangener Familien, die Schwierigkeiten einen festen Arbeitsplatz zu finden, die Schwierigkeiten die sich durch eine «Verdunkelung des Sinnes für Gott» in der Gesellschaft, in der ihr leben müsst, ergeben, die Schwierigkeiten, wenn einige Erwachsene als schlechtes Beispiel dienen. Viele unter Euch stossen auf Schwierigkeiten, weil sie in Gesellschaften leben müssen, die jahrzehntelang von totalitären Ideologien geprägt wurden, sowie vom praktischen und theoretischen Atheismus, der heute noch die Seelen vergiftet…

Wir vertrauen euch.
Trotz all dieser Schwierigkeiten haben wir grenzenloses Vertrauen zu euch, in eure natürliche Grosszügigkeit, in eure Verweigerung, euch passiv an die Tendenzen der Zeit anzupassen, in eure Sensibilität für die Leiden anderer, in euren Sinn für Gerechtigkeit, in euren Einsatz für den Frieden und in den Wahrheitsdrang, der euch kennzeichnet. Wir kennen euer Verlangen nach Innerlichkeit und Stille, das sich im ständigen Gebet ausdrückt. Wenn all das zur Geltung gebracht wird, kann es als immense Kraft der Erneuerung unserer Gemeinden dienen. Ihr könnt die Hefe sein, die unseren müden und oft demotivierten Gemeinden den Geschmack gibt.

Nehmt Beziehungen auf, baut Brücken.
Ihr lebt in multikulturellen, multireligiösen und multiethnischen Gesellschaften. Ihr seid dazu aufgefordert, der Einladung Christi zu folgen und die Liebe unter allen Menschen, ungeachtet ihrer Religion oder Ideologie zu verbreiten. Wir wissen genau, was für Christen gilt: «Hier ist kein Jude noch Grieche, hier ist kein Knecht noch Freier, hier ist kein Mann noch Weib; denn ihr seid allzumal einer in Christo Jesu» (Gal 3, 28). In diesem Sinne werdet ihr dazu aufgefordert, die Unrechte, die eure Väter erlitten haben, zu verzeihen und tragische Situationen, die die Vergangenheit gekennzeichnet haben, dank der Sanftheit Christi zu überwinden. Ihr seid dazu berufen, das zu verwirklichen, was die Generationen vor euch nicht vollbringen konnten. Damit meinen wir den brüderlichen Dialog mit euren Altersgenossen unabhängig ihrer Religion und Konfession und die Zusammenarbeit für Gerechtigkeit und Frieden. Ihr verfügt heute mehr denn je über die Fähigkeit, die Religionen der anderen zu verstehen. Demzufolge wird euer Zeugnis als Christen auch euer missionarisches Engagement in einer Gesellschaft sein, in der Gewalt und Hass die gegenwärtige Kultur zu prägen scheinen.

«In Christus verwurzelt und auf ihn gegründet, fest im Glauben».
Das Schwerpunktthema des kommenden Jugendwelttages in Madrid ist auch für uns ein dringender Appell. „In Christus verwurzelt und auf ihn gegründet“ zu sein, heisst, euer ganzes Leben auf die Person Christi zu gründen. Gemeint ist die Gesamtheit unserer Existenz und nicht die Begrenztheit unserer Erfahrungen; hier geht es um die wahren Grundlagen des gesamten menschlichen Lebens; es ist eine Vision, eine Entscheidung, eine Haltung, ein Lebensprojekt, eine Lebensanschauung. Der Getaufte ist dazu berufen, in der Taufe ein Anzeichen seiner Zugehörigkeit zu Christus zu erkennen. Hier erlebt er die Begegnung mit dem jungen Christus, der alle Jugendlichen dazu auffordert, ihm zu folgen, seine Jünger zu werden und sein Evangelium in der heutigen Welt zu verkünden.

Mögen die Jungfrau Maria, die Theotokos, die heiligen Apostel, die die Kirche in Zypern begründeten, der Heilige Paulus, der Heilige Barnabas und der Heilige Maron, der Vater der maronitischen Kirche all unsere Jugendlichen schützen und für sie Fürsprache einlegen.

Am Ende des Treffens haben sich alle Teilnehmer bei Seiner Exzellenz Mgr. Youssef Soueif und seinen Mitarbeitern für die herzliche Gastfreundlichkeit, mit der sie im Laufe dieser Kongresstage empfangen wurden, bedankt.

Für weitere Informationen:

Thierry Bonaventura, CCEE-Pressesprecher
Tel.: +41-71-227 60 40 - Mobil: +41-78-851 60 40 - thierry.bonaventuraccee.ch

Elenitsa Pavlou
Tel.: +357 99 404596 - telesforacytanet.com.cy

Dem Rat der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) gehören als Mitglieder die derzeit 33 Bischofskonferenzen Europas an, rechtmässig vertreten durch ihre Präsidenten, sowie die Erzbischöfe von Luxemburg, des Fürstentums Monaco, der Maroniten auf Zypern und der Bischof von Chişinău (Moldau). Vorsitzender des CCEE ist Kardinal Péter Erdő, Erzbischof von Esztergom-Budapest, Primas von Ungarn. Stellvertretende Vorsitzende sind Kardinal Josip Bozanić, Erzbischof von Zagreb und Kardinal Jean-Pierre Ricard, Erzbischof von Bordeaux. Generalsekretär des CCEE ist P. Duarte da Cunha. Der Sitz des Sekretariates befindet sich in St. Gallen (Schweiz).

07.03.2011









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