| Ökologische Krise und moralische Krise im heutigen Europa. „Grüne“ Pilgerreise der Verantwortlichen der Bischofskonferenzen für die Bewahrung der Schöpfung in Europa – im Herzen Europas.Ungarn – Slowakei – Österreich, 1. bis 5. September 2010.Mit einer „grünen“ Pilgerreise von Esztergom (Ungarn) über Bratislava (Slowakei) bis zum Marienwallfahrtsort Mariazell (Österreich) wollen die Bischöfe und Verantwortlichen der Bischofskonferenzen für Umweltfragen Europa aufzeigen, wie die Kirche die Gaben der Schöpfung sieht. Gleichzeitig wollen sie den Austausch und das Netzwerk der nationalen Verantwortlichen stärken. Vom 1. bis 5. September vertiefen die europäischen Pilger in fünf Etappen das Motto, das Papst Benedikt XVI. zum Weltfriedenstag 2010 ausgerufen hat: „Wenn Du den Frieden willst, bewahre die Schöpfung“. „Wir kamen zum Entschluss, eine Pilgerreise im Herzen Europas zu machen, weil wir der Auffassung sind, dass diese Form am meisten mit unseren Zielen übereinstimmt“, erklärt Pater Duarte da Cunha, Generalsekretär der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), auf dessen Initiative die Pilgerreise zurückgeht. „Denn die Pilgerreise ist in erster Linie ein geistiger Weg, ein Weg der Bekehrung, der damit beginnt, die eigene Umgebung zu verlassen, um sich zu einem besonderen Ziel aufzumachen, das vom göttlichen Eingreifen bestimmt ist. Sie setzt die Bereitschaft voraus, zuzuhören, zu meditieren, sich zu sammeln und zu beten. Die ökologische „Krise“, die wir heute durchleben, die als irrationaler und unverantwortlicher Umgang mit den Gaben der Schöpfung gesehen werden muss, kann nicht losgelöst von der derzeitigen moralischen Krise unseres Kontinents gesehen werden – sie beeinflussen sich gegenseitig. Der Papst hat uns daran erinnert, dass die wahrhaftige Achtung vor der Ökologie des Planeten nicht ohne eine ernsthafte Reflexion der „Humanökologie“, eine spirituelle Umkehr und eine Veränderung des Lebensstils möglich ist. Oft konzentriert man sich beim Thema Umweltschutz auf wissenschaftliche, politische und ethische Aspekte. Wir sind jedoch überzeugt, dass es notwendig ist, auch auf die geistige, theologische und anthropologische Vision aufmerksam zu machen, die einer wahrhaftigen Achtung vor der Schöpfung zugrunde liegt, welche nicht nur von politischen und/oder wirtschaftlichen Interessen bestimmt ist. Wir können das Thema nicht weiterhin in voneinander losgelösten Teilsichten betrachten. Der Mensch ist eine Gesamtheit!“ Die Pilgerreise beginnt am 1. September in Esztergom mit der Eucharistiefeier und dem Pilgersegen, den Kardinal Peter Erdö, Erzbischof von Esztergom-Budapest und Präsident des CCEE, erteilen wird. Am zweiten Tag (2. September) wird der grösste Fluss Europas, die Donau, die Delegierten bis nach Bratislava bringen. Dieser Reiseabschnitt wird Gelegenheit geben, über die Themen Wasser und Energie nachzudenken (es ist der Besuch eines Biodieselherstellers in Komarom vorgesehen). Bei ihrer Ankunft in Bratislava werden die Pilger vom Erzbischof der Stadt, S.E. Mgr. Stanislav Zvolensky, und dem Bürgermeister von Bratislava, Andrej Durkovsky, empfangen. Am Freitag, 3. September, wird das Thema Erziehung zum Umweltschutz im Rahmen eines Runden Tisches diskutiert, bei dem auch Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson, Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden, sowie Ján Figel, slowakischer Minister für Verkehr, Post und Telekommunikation, mitwirken werden. Danach werden die Teilnehmer im Bus nach St. Pölten, Österreich, weiterreisen, wo eine Eucharistiefeier in der Kathedrale geplant ist. Während der Messe, an der auch Vertreter der christlichen Kirchen und von lokalen und internationalen ökumenischen Organisationen teilnehmen werden, wird das „Bridge Prayer“ („Gebetsbrücke“) gesprochen. Dieses Gebet wird zum gleichen Zeitpunkt auch von den Teilnehmern des 14. Internationalen Kongress Renovabis gesprochen, der vom 2. bis 4. September 2010 in München (Deutschland) stattfindet und dem Thema „In Verantwortung für die Schöpfung – Ökologische Herausforderungen in Mittel- und Osteuropa“ gewidmet ist. Am Samstag, 4. September, reisen die Pilger per Zug von St. Pölten nach Bürgeralpe weiter, wo S.E. Mgr. André-Joseph Léonard, Erzbischof von Mecheln-Brüssel und Vorsitzender der belgischen Bischofskonferenz, die Eucharistiefeier leiten wird. Die letzten Kilometer der Pilgerreise bis nach Mariazell werden die Teilnehmer zu Fuss zurücklegen. Dort wird im Rahmen der Eucharistiefeier unter dem Vorsitz von Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien und Vorsitzender der österreichischen Bischofskonferenz, die Abschlusserklärung der Teilnehmer verlesen. Von der Pilgerfahrt werden zehn Journalisten aus verschiedenen Ländern berichten, die die Delegierten während der fünftägigen Reise begleiten. Dieser Pressemitteilung liegt das vollständige Programm des Treffens bei. Weitere Informationen sowie Dokumente in englischer, italienischer, slowakischer, deutscher und ungarischer Sprache finden sich auf der Website zur Pilgerreise. Informationen zu eventuell stattfindenden Pressekonferenzen während der verschiedenen Etappen der Pilgerreise werden rechtzeitig mitgeteilt. Für weitere Informationen: Thierry Bonaventura, (italienisch, englisch, französisch und deutsch) Pressereferent CCEE Tel: +41 / 71/ 227 6040 - Fax: +41 / 71 / 227 6041 Mobil: +41 / 78/ 851 6040- thierry.bonaventura ccee.ch Viktória Török (ungarisch, englisch) Pressereferentin der ungarischen Bischofskonferenz Tel: +36 / 1 / 321 09 45 Mobil: +36 / 30 / 730 66 55 - torok katolikus.hu p. Jozef Kovácik (slowakisch, italienisch) Pressereferent der slowakischen Bischofskonferenz Tel & Mobil: +421 / 910 / 955 970 - kovacik kbs.sk Dr. Paul Wuthe (deutsch, englisch) Leiter von Kathpress Tel: +43 / 1 / 516 113 495 - paul.wuthe medienreferat.at Dem Rat der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) gehören als Mitglieder die derzeit 33 Bischofskonferenzen Europas an, rechtmässig vertreten durch ihre Präsidenten, sowie die Erzbischöfe von Luxemburg und des Fürstentums Monaco und der Bischof von Chisinau (Moldawien). Vorsitzender des CCEE ist Kardinal Péter Erdö, Erzbischof von Esztergom-Budapest, Primas von Ungarn. Stellvertretende Vorsitzende sind Kardinal Josip Bozanic, Erzbischof von Zagreb und Kardinal Jean-Pierre Ricard, Erzbischof von Bordeaux. Generalsekretär des CCEE ist P. Duarte da Cunha. Der Sitz des Sekretariates befindet sich in St. Gallen (Schweiz). 24.08.2010 |